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Das Deutsch-Französische Seminar von Fischbachau

Das Deutsch-Französische Seminar von Fischbachau

Das Deutsch-Französische Seminar von Fischbachau

Fischbachau, ca. 70 km südöstlich von München zu Füßen der Bayerischen Alpen und in der Nähe des Schliersees gelegen, ist ohne jeden Zweifel unter den Dörfern Bayerns dasjenige, das die meisten Besucher aus der politischen Klasse Frankreichs gesehen hat. Jacques Chaban-Delmas, Pierre Mauroy, Claude Cheysson, François Léotard, Elisabeth Guigou, Roger Fauroux, Jean-Pierre Chevènement, Jean-Pierre Raffarin, Alain Juppé ebenso wie eine große Zahl anderer Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft waren in den vergangenen Jahren dort und haben dabei erstaunlicherweise sowohl die Schlösser von Ludwig II. in Schwangau als auch die berühmten Erinnerungen an Kandinsky und seine Lebensgefährtin Gabriele Münter in Murnau außer Acht gelassen. Auch wenn der Altar in der Kirche St. Martin oder die Fresken der Kirche Maria Schutz jedes Jahr zahlreiche Besucher anziehen, so muss man doch die Gründe für dieses Stelldichein im bayerischen Oberland woanders suchen. Jeden Winter ist Fischbachau die Bühne für ein deutsch-französisches Seminar, dessen Qualität und Einzigartigkeit es im Laufe der Jahre zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland gemacht haben.

Seit 1968 organisieren die Bayerische Staatskanzlei und das Institut français in München – mit Unterstützung der Französischen Botschaft und des Französischen Generalkonsulats – diese Fortbildungsveranstaltung, die sich über drei Tage erstreckt. Ungefähr 100 höhere bayerische Beamte und Richter nehmen jedes Jahr teil, um ihre Kenntnisse über Frankreich zu vertiefen. Acht bis zehn prominente Fachleute aus Frankreich oder der frankophonen Welt halten Vorträge über Themen des Zeitgeschehens in den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft, der deutsch-französischen Zusammenarbeit, oder den Aufbau eines vereinten Europas. Der Austausch setzt sich bei einem Filmabend und mit musikalischen Darbietungen oder Theateraufführungen fort. Das Besondere dieser Veranstaltung besteht darin, dass die Vorträge ausschließlich auf französisch gehalten werden, während das Publikum ohne Ausnahme aus höheren bayerischen Beamtinnen und Beamten besteht.

Gegründet aus Anlass des 5. Jahrestags der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel, bezieht das Seminar von Fischbachau seine Legitimation aus der Versöhnung zwischen unseren beiden Völkern, wie sie im Vertrag vom 22. Januar 1963 zum Ausdruck kommt. Das Seminar ist aber gleichzeitig lebendiger Ausdruck der engen Beziehungen, die Frankreich und Bayern verbinden. Das Königreich Bayern wurde 1806 durch Napoleon gegründet; die Grundlagen seiner politischen und administrativen Organisation wurden durch einen anderen Franzosen, den Grafen Montgelas nach dem Modell der französischen Reformen des Ersten Kaiserreichs gelegt. Die französischen Gäste, die nach Fischbachau kommen, finden daher ein ausgesprochen aufgeschlossenes Publikum. Seit dem Zweiten Weltkrieg nimmt die Zahl der Beispiele für die gegenseitige Annäherung kontinuierlich zu, nicht zuletzt auch des Engagements der Montgelas-Gesellschaft zur Förderung der französisch-bayerischen Zusammenarbeit: ob es sich dabei um die etwa 400 kommunalen Partnerschaften handelt, oder um die Unterzeichung einer Charta der Zusammenarbeit zwischen Bayern und drei Regionen aus dem Süden Frankreichs – Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées, Provence-Alpes-Côte d’Azur 1996 und seit Mai 2000 das Limousin –, die Durchführung von Bayerischen Wirtschafts- und Kulturtagen in Südfrankreich (Rendez-vous avec la Bavière),die Einrichtung eines Bayerisch-Französischen Hochschulzentrums (BFHZ) an den beiden Münchner Universitäten oder um die Eröffnung des Limoges- und Limousin-Hauses in Fürth. Der Austausch entwickelt sich auch auf dem Gebiet der Verwaltung: seit 1993 bildet die Bayerische Staatskanzlei regelmäßig Praktikanten der ENA aus.

Geschaffen unter den doppelten Vorzeichen der deutsch-französischen Versöhnung und der bayerisch-französischen Freundschaft, hat das Seminar von der aktiven Unterstützung durch die jeweiligen Schirmherren, die Amtschefs der Staatskanzlei sowie die französischen Botschafter, in hohem Maße profitiert. Diese Kontinuität erklärt seinen Erfolg und seine Lebendigkeit – auch wenn die Vortragenden und die Teilnehmer von Jahr zu Jahr andere sind. Der praxisorientierte Inhalt und die Offenheit für die Kultur des anderen tragen ebenso dazu bei, dass diese Veranstaltung einen Beispielcharakter trägt. Manche Missverständnisse zwischen Paris und Berlin während der letzten Jahre zeigen den Verantwortlichen beider Länder auf, in welchem Maße die deutsch-französischen Freundschaft sowohl ein Gebot der Vernunft ist, als auch ständige Anstrengungen zum gegenseitigen Verstehen erforderlich macht. Das Seminar von Fischbachau trägt zur Verstärkung dieser außergewöhnlichen Beziehung bei, die das Fundament des Aufbaus eines geeinten freien und demokratischen Europas darstellt. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von Fischbachau fand 2008 in der Bayerischen Staatskanzlei im Beisein des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein und des französischen Europaministers Jean-Pierre Jouyet ein Staatsempfang statt.

Das einzige, was bisher fehlte, war eine Art kleiner Bruder auf der anderen Seite des Rheins…. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Elysée-Vertrags wurde mit Unterstützung des Französischen Premierministers und der Bayerischen Staatskanzlei im Dezember 2003 nach dem Vorbild des deutsch-französischen Seminars von Fischbachau das „Seminar über das zeitgenössische Deutschland“ in Nancy/Prémontrés geschaffen. Weitere Veranstaltungen fanden in den Folgejahren nicht statt.

Im Jahr 2011 beschloss der Generalrat des Départements Moselle/Lothringen, einen neuen Anlauf für ein „Fischbachau à la française“ zu nehmen. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatskanzlei und der Französischen Botschaft in Deutschland fanden vom 8. bis 10. Februar 2012 die ersten „Deutsch-französischen Gespräche von Malbrouck“ statt. Seminarort ist das Schloss von Malbrouck in Manderen im Département Moselle, unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze und nur wenige Kilometer von Schengen entfernt.

Das 50-jährige Jubiläum der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages, dessen „Kind“ das Fischbachau-Seminar ist, wurde am 23.01.2013 – gleichzeitig mit der Eröffnung des 45. Deutsch-Französischen Seminars (23.-25.01.2014) – mit einem Festakt in der Bayerischen Staatskanzlei im Beisein der Staatsministerinnen Emilia Müller und Hélène Conway-Mouret begangen. Hinzu kam eine ausgezeichnet besuchte Wanderausstellung der Fondation Charles de Gaulle auf dem Odeonsplatz vom 06.-16.04.2013, die vom damaligen französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault eröffnet wurde. Am 8. September 1962 hielt hier der Französische Staatspräsident Charles de Gaulle seine legendäre Rede an die bayerische Bevölkerung. Auch auf Château Malbrouck wurde das Jubiläum im Rahmen der „Malbroucker Gespräche“ vom 10.-12.04.2013 feierlich begangen. Die 4. „Malbroucker Gespräche“ fanden am 14./15.04.2015 statt.

Le séminaire franco-allemand de Fischbachau

Situé à environ 70 km au sud-est de Munich, au pied des Alpes bavaroises et à proximité du Schliersee, Fischbachau est, sans doute, le village du sud de l’Allemagne le plus fréquenté par la classe politique et les élites françaises des milieux économiques, culturels et scientifiques. Jacques Chaban-Delmas, Pierre Mauroy, Claude Cheysson, François Léotard, Elisabeth Guigou, Roger Fauroux, Jean-Pierre Chevènement, Jean-Pierre Raffarin, Alain Juppé aussi bien qu’un grand nombre d’autres personnalités des mondes de l’art et la science, ont fait honneur à Fischbachau ces dernières années et ont étonnamment laissé de coté les châteaux de Louis II à Schwangau et les souvenirs de la célèbre Gabriele Münter et son compagnon Kandinsky à Murnau. Bien que l’autel dans l’église de Saint-Martin ou les fresques de l’église Maria Schutz attirent de nombreux visiteurs chaque année, il faut chercher ailleurs les raisons du rénommé de ce rendez-vous dans l’Oberland bavarois. Chaque hiver, Fischbachau est la scène pour un séminaire français-alleman dont la qualité et l’unicité ont fait, au fil des ans, l’un des principaux lieux de la coopération entre la France et l’Allemagne.

Depuis 1968, sans interruption, la chancellerie de l’Etat de Bavière et l’Institut français de Munich, avec le soutien de l’ambassade de France et du consulat général de France à Munich, organisent en commun un séminaire de trois jours devant une centaine de fonctionnaires et magistrats bavarois qui viennent y approfondir leurs connaissances de la France contemporaine. Une dizaine de personnalités sont invités à situer leur approche de la modernité et à en exprimer leur vision en rapport avec la relation franco-allemande et la construction européenne. Les échanges se poursuivent aussi au cours de petits ateliers et, au cours de deux soirées, sont proposés un film et un spectacle musical ou théâtral. L’originalité de cette manifestation réside dans le fait que les interventions et les échanges se font en français pour un public presque exclusivement composé de Bavarois.

Lancé à l’occasion du 5ème anniversaire de la signature du Traité de l’Elysée par le Ministre-président de Bavière Alfons Goppel, le séminaire de Fischbachau est né de la volonté de réconciliation entre les deux peuples, inscrite dans le traité du 22 janvier 1963. Dans ce contexte, il est légitime de dire que le séminaire de Fischbachau est «un enfant du traité de l’Elysée”.

Il est, par ailleurs, l’illustration des liens étroits qui unissent historiquement la France et la Bavière, surtout à partir du XIXème siècle. On peut rappeler que le royaume de Bavière a été créé en 1806 par la volonté de Napoléon 1er et que les bases de son organisation politique et administrative ont été jetées par le Comte Maximilien de Montgelas, d’origine savoyarde, sur le modèle des réformes entreprises dans la France du Premier Empire.

Environ 400 communes bavaroises sont aujourd’hui liées à des communes françaises par des partenariats souvent très actifs. Les appariements scolaires sont nombreux et vivants et, dans le monde culturel, scientifique et économique, les rencontres et les échanges sont devenus naturels. Une charte de coopération signée en 1996 entre la Bavière et les régions Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées, Provence-Alpes-Côte d’Azur et – en 2000 – avec le Limousin, ainsi que les “Rendez-vous avec la Bavière” dans le Midi de la France, la création d’un Centre de coopération universitaire franco-bavarois (CCUFB) auprès des deux universités de Munich et l’ouverture d’une Maison de Limoges et du Limousin à Fürth ont conforté les liens. L’échange se développe également avec succès dans le domaine de l’ administration : en effet, la Chancellerie de Bavière forme régulièrement, et ce depuis 1993, des élèves de l’ENA au cours du stage international que ceux-ci doivent effectuer dans le cadre de leur scolarité.

Créé sous le double signe de la réconciliation franco-allemande et de l’ amitié entre la Bavière et la France, le séminaire a grandement bénéficié de l’appui actif de ses patrons respectifs, les Chefs de la Chancellerie de l’Etat de Bavière et des ambassadeurs français. Cette continuité explique son succès et la vitalité – même si les orateurs et les participants varient d’une année à l’autre. Le contenu pratique et l’ouverture aux autres cultures contribuent également au fait que cet événement a un caractère exemplaire. Certains malentendus entre Paris et Berlin ces dernières années montrent aux dirigeants des deux pays, dans quelle mesure l’amitié franco-allemande, loin d’être dieu-donné, est à la fois une commande de la raison, mais demande aussi des efforts constants pour la compréhension mutuelle. Le séminaire de Fischbachau contribue au renforcement de cette relation extraordinaire, qui constitue le fondement de la construction d’ une Europe démocratique, unie et libre.

Le 40ième anniversaire de la signature du Traite de l’Elysée fut célébrée à l’occasion de l’ouverture du 35ième séminaire de Fischbachau en 2003, avec le Premier ministre français Monsieur Jean-Pierre Raffarin, qui était présent à Munich et fut accueilli par le Ministre Président Monsieur Edmund Stoiber dans la Salle de la Coupole, au sein de la Bayerische Staatskanzlei. Lors du 40ème anniversaire de Fischbachau, donc du 45ième anniversaire du Traité, la conférence de clôture a été donnée, le 1er février 2008, à la Chancellerie d’Etat de Bavière et en présence du Ministre-Président de Bavière, Monsieur Günther Beckstein, par Monsieur Jean-Pierre Jouyet, secrétaire d’Etat aux Affaires européennes.

Le 45e séminaire de Fischbachau eut lieu du 23 au 25 janvier 2013 et fut inauguré, à l’occasion du 50e anniversaire du Traité de l’Élysée, par une cérémonie solennelle à la Chancellerie d’État de Bavière, en présence de Mmes les Ministres Emilia Müller et Hélène Conway-Mouret. Suivit en avril 2013 une grande exposition « Adenauer-de Gaulle », organisée par la Fondation Charles de Gaulle sur l’Odeonsplatz de Munich, où le Président de la République française, le 8 septembre 1962, fit son discours légendaire devant la population bavaroise.

Au début du mois de décembre 2003, un Fischbachau à la française, ouvert à des intervenants allemands s’exprimant dans leur langue devant un auditoire français, a été organisé en Lorraine à l’Abbaye des Prémontrés près de Nancy, à la demande du Premier ministre Jean-Pierre Raffarin.

Ce n’est qu’en 2011 que le Conseil Général de la Moselle a décidé de prendre un nouveau départ. Organisés en partenariat avec la Chancellerie de l’Etat de Bavière et l’Ambassade de France en Allemagne, les premiers Entretiens franco-allemands de Malbrouck ont eu lieu les 8, 9 et 10 février 2012. Ils ont pour cadre principal le château de Malbrouck, à Manderen en Moselle sur la frontière franco-allemande et à quelques kilomètres de Schengen. Les 50 ans du traité de l’Élysée furent également célébrés au château de Malbrouck du 10 au 12 avril 2013. La quatrième édition des „Entretiens franco-allemands“ s’y tiendra les 15 et 16 avril 2015.