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Veranstaltungen Brüssel

Veranstaltungen Brüssel

Wenn politische Botschaften an Entscheidungsträger herangebracht oder öffentliche Diskussionen angestoßen werden sollen, dann sind in Brüssel Veranstaltungen im politischen Raum das richtige Format.
Mit über 300 Veranstaltungen jährlich hat sich die Bayerische Vertretung im politischen Leben Brüssels als feste Größe etabliert. Die Bandbreite der Events reicht von Workshops und Seminaren über Arbeitsessen bis hin zu öffentlichen Veranstaltungen. Dabei werden sowohl aktuelle politische und gesellschaftliche Themen in den Mittelpunkt gestellt sowie auch die bayerischen Traditionen präsentiert.
Insgesamt besuchen über 12.000 Gäste jährlich die Bayerische Vertretung in Brüssel. Darunter sind rund 100 Besuchergruppen, die sich vor Ort über die Arbeit der Vertretung und die bayerische Europapolitik informieren.

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"Die Zukunft des Radios ist digital" - Staatssekretär Franz Josef Pschierer wirbt in Brüssel für DAB+

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"Die Zukunft des Radios ist digital" - Staatssekretär Franz Josef Pschierer wirbt in Brüssel für DAB+

„Wir wollen bald eine hundertprozentige Abdeckung erreichen“, sagte Franz Josef Pschierer, bayerischer Staatssekretär für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie über die Verbreitung des Digital Audio Broadcasting + (DAB+) in Bayern. Ob dieses Zukunftsmodell auch tragfähig ist, sollte am 26. November 2014 im Rahmen einer Veranstaltung in der Bayerischen Vertretung in Brüssel  diskutiert werden.

Staatssekretär Pschierer sagte in seiner Begrüßungsrede, alle Beteiligten müssten an einem Strang ziehen, um die Digitalisierung des Radios umzusetzen. Scheitere die Verbreitung, werde das Medium Radio in der heutigen Form bald nicht mehr existieren. Ganz klar für die flächendeckende Umsetzung des DAB+ sprach sich der Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner aus. Er berichtete vorab, was die ARD erst einige Zeit später in einer Pressemitteilung bekannt gab: der größte Verbund von Rundfunkanstalten in Deutschland wolle den Umstieg zur Radioverbreitung durch DAB+ aktiv vorantreiben. Die Übergangsphase, in der über beide Verbreitungswege gesendet werden wird, solle dabei so lange wie nötig und so kostengünstig wie möglich ablaufen.

Im Vereinigten Königreich ist man Deutschland in Sachen Digitalisierung bereits einige Schritte voraus. Der britische Staatsminister für Kultur und Digitale Wirtschaft, Ed Vaizey, erklärte in einer Videobotschaft, auf welche Bereiche sich die Politik dort besonders konzentriere. Neben der nationalen und lokalen Reichweite, seien etwa Autos besonders wichtig. Der größte Teil des Radiokonsums finde bei Autofahrten statt; mittlerweile verfügten deshalb drei Viertel aller neuen Autos im Vereinigten Königreich über digitalen Radioempfang. Außerdem garantiere man den Konsumenten Qualität beim Kauf von DAB-Geräten und biete eine große Bandbreite an verschiedenen Inhalten.

Die Teilnehmer der anschließenden Podiumsdiskussion äußerten unterschiedliche Meinungen zum Thema DAB+. Willi Schreiner, Vorsitzender des Verbands Bayerischer Lokalrundfunk positionierte sich klar für die Digitalisierung und nannte das Jahr 2025 als letztmögliches Abschaltdatum für das Senden über UKW, damit das Vertrauen in die Industrie nicht verloren gehe. Die technische Infrastruktur für diesen Fortschritt müsse aber nicht nur für öffentliche, sondern auch für private Anbieter mitfinanziert werden.

Graham Ellis, stellvertretender Direktor von BBC Radio, erklärte, die Zukunft sei digital. Im Vereinigten Königreich würden mittlerweile 38 Prozent des Radiokonsums über den digitalen Verbreitungsweg stattfinden. Für die Digitalisierung des Radios brauche es vorerst keine Regulierungen, wenn neue Autos automatisch mit digitalem Standard gefertigt werden würden. Insgesamt wünsche er sich ein konkretes Abschaltdatum von UKW. Diesen Punkt wolle man aber erst angehen, wenn die 50 Prozent-Marke beim digitalen Radiohören geknackt sei. Bei der ganzen Debatte dürften auch die sozialen Vorteile nicht außer Acht gelassen werden. Der digitale Verbreitungsweg erlaube beispielsweise im Notfall, schnell flächendeckend Informationen zu verbreiten ohne auf die Mobilfunknetze angewiesen zu sein.

Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste beim Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), sagte: „Unser einziges Geschäftsmodell basiert auf UKW“. Ein duales Rundfunksystem müsse den UKW-Bereich so lange aufrechterhalten, bis nicht nur die Flächenabdeckung sondern auch eine angemessene Nutzererreichung des Digitalen gewährleistet sei. Er sehe die Digitalisierung insgesamt kritisch, da es den Lokalfunk nach einer Umstellung nicht mehr in der heutigen Form geben werde. Der VPRT werde derzeit kein konkretes Abschaltdatum akzeptieren.

Helwin Lesch, Leiter der Hauptabteilung Planung und Technik beim Bayerischen Rundfunk, sagte, die Vielfalt des digitalen Radios müsse den Hörern erst näher gebracht werden, um sie zu überzeugen. Aus der Position eines öffentlich-rechtlichen Senders könne derzeit kein Abschaltdatum festgelegt werden, es sei nur möglich, zu melden, sobald man dafür bereit wäre. Peter Blum, Leiter des Bereichs Fahrzeugapplikation Infotainment der AUDI AG, sagte, die Digitalisierung des Radios schaffe auch für die Automobilindustrie neue Herausforderungen. Es gelte nun, passende Nutzeroberflächen zu gestalten, einen Standard für mobile Geräte zu schaffen und dem Kunden weitere Infos, wie die Anzeige von Liedinterpreten oder der Wettervorhersage, auf den Bildschirm zur Verfügung zu stellen. Es habe sich gezeigt, dass Kunden beim Neukauf aufgrund der guten Erfahrungen häufig wieder DAB-Anschlüsse in ihren Fahrzeugen verlangten. Er forderte für die Digitalisierung einen europaweiten Standard sowie die Festlegung eines Planungshorizonts bezüglich der UKW-Abschaltung.

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"Hannas Reise" startet in der Bayerischen Vertretung in Brüssel

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„Friends of EUSALP –Einbettung der makroregionalen Strategien in den EU-Rechtsrahmen nach 2020“

Dr. Franz Rieger, MdL stellte in seiner Keynote eines der Hauptziele unter dem Bayerischen Vorsitz vor: Man wolle die Finanzierung für Projekte der makroregionalen Strategien verbessern ©Vivian HertzAls Antwort auf die im Alpenraum aufgrund seiner besonderen geographischen und natürlichen Gegebenheiten auftauchenden Herausforderungen bietet die europäische Alpenstrategie (EUSALP) die Möglichkeit, diese in enger Zusammenarbeit mit anderen Staaten und Regionen des Alpenraumes anzugehen und so den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Kern Europas zu stärken. Zum 1. Januar 2017 hat Bayern den Vorsitz über die EUSALP übernommen. Allerdings setzt der Erfolg der makroregionalen Strategien neben dem Engagement aller Beteiligten auch eine angemessene Finanzausstattung für die Projektarbeit voraus. EU-Gelder können aber bislang nicht ausreichend erschlossen werden. Ziel der Veranstaltung „Friends of EUSALP – Einbettung der makroregionalen Strategien in den EU-Rechtsrahmen nach 2020“ am 10.05.2017 war es, im Kontext der aktuellen Diskussion über die Zukunft der EU-Regionalpolitik die bayerischen Positionen vorzustellen und mit der Europaparlamentariergruppe „Friends of EUSALP“ und anderen Vertretern der EU-Institutionen zu diskutieren.

In seiner Keynote legte Dr. Franz Rieger, MdL, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten im Bayerischen Landtag, eines der Hauptziele unter dem Bayerischen Vorsitz fest: Man wolle die Finanzierung für Projekte der makroregionalen Strategien verbessern. Ein grundlegender Schritt dahingehend wäre es, die bestehenden EU-Fonds gezielter auf die Strategien auszurichten. Herbert Dorfmann, MdEP und Mitbegründer der „Friends of EUSALP“, stellte die Positionen des Europäischen Parlaments zum Thema vor und setzte sich für den Erhalt der europäischen Interreg-Förderprogramme zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ein. Diese hätten durch die Förderung von Annäherung, Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg wie wenige andere EU-Instrumente zum Abbau von Grenzen in Europa beigetragen. Auch dem EFSI sollte in diesem Zusammenhang ein größeres Augenmerk gewidmet werden. Neben dem Zugriff auf EU-Fonds wie EFRE, ESF und ELER wäre es für die Regionen zudem wichtig, vermehrt von den nationalen und regionalen Förderprogrammen zu profitieren, so Moray Gilland, GD Regionalpolitik und Stadtentwicklung.

Nicolas Lété, Leiter der Delegation der Region Auvergne/Rhône-Alpes in Brüssel, hingegen begrüßte die Überlegungen der Europäischen Kommission für eine interregionale Investitionsplattform, die alle Regionen zusammenführe und eine Kooperation erleichtere. Letztendlich aber, so Dr. Peter Eggensberger, Nationaler Co-Koordinator für EUSALP, der damit den Tonus aller aufgriff, müsse der Zugang zu den Fördertöpfen allgemein verbessert, flexibilisiert und vereinfacht werden. Es handle sich hierbei um keine Bitte um Almosen, brachte Mercedes Bresso, MdEP, Berichterstatterin für die EU-Strategie für den Alpenraum im Europäischen Parlament die Diskussion auf den Punkt. Vielmehr sei es ein Anliegen der Regionen des Alpenraums, den Alpenraum als einen der wichtigsten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Motoren Europas weiter zu stärken.

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„Von Unterbringung zu Integration: Regionale Kraftanstrengungen und europäische Solidarität“ der Hanns-Seidel-Stiftung

Am 20.01.2016 fand in der Bayerischen Vertretung in Brüssel die Veranstaltung „Von Unterbringung zu Integration: Regionale Kraftanstrengungen und europäische Solidarität“ der Hanns-Seidel-Stiftung statt. Als Diskutanten nahmen MdB Stephan Mayer, Innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Präsident der THW-Bundesvereinigung e.V., Herr Michael Fahmüller, Landrat von Rottal-Inn und Frau Dr. Florika Fink-Hooijer, Direktorin für Strategie, Politik und Internationale Kooperation der GD ECHO teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von EU-Experte Ottmar Berbalk. Herr Michael Hinterdobler, Leiter der Bayerischen Vertretung, und Herr Christian Forstner, Leiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Brüssel, eröffneten die Veranstaltung. MdB Stephan Mayer eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Statement. Kein Land würde so sehr von der EU profitieren wie Deutschland. Deshalb müsse Deutschland auch daran interessiert sein, dass die EU weiterhin bestehen bleibt – trotz der derzeitigen Krise. Man müsse aber trotz der angespannten Lage human und menschlich handeln und keine Gewalt – sei es auch mit Worten – gegen Flüchtlinge anwenden. Quelle: Stefanie Langer Frau Dr. Florika Fink-Hooijer sprach in ihrer Impulsrede über die humanitäre Hilfe, die unter anderem auch von der Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission geleistet wird. Es gäbe weltweit über 60 Mio. Asylsuchende, die aus Ländern wie dem Irak, Afghanistan oder dem Sudan stammen. Insbesondere Frauen und Kinder, die sich auf der Flucht befinden, seien gefährdet und müssten geschützt werden. Darüber hinaus steigt die Zahl an Konflikten und Naturkatastrophen kontinuierlich an. Mehr Länder wie Deutschland seien deshalb nötig, um den steigenden Flüchtlingszahlen gerecht werden zu können. Doch man dürfe nicht außer Acht lassen, dass die lokalen Behörden dies nicht alleine schaffen können und vor ebenso großen Herausforderungen stehen. In der anschließenden Podiumsdiskussion stellte Herr Michael Fahmüller zunächst den Landkreis Rottal-Inn vor, der an der deutsch-österreichischen Grenze liegt. Täglich würden nach wie vor 1000 – 1500 Asylsuchende diese Grenze passieren – hauptsächlich junge Männer. Unter ihnen seien jedoch auch sehr viele unbegleitet Minderjährige, die zusätzlich zu den anderen Flüchtlingen besonders versorgt werden müssten. Die Herausforderungen würden momentan darin bestehen, dass der Rückhalt in der Bevölkerung schwindet und dass kaum noch Räumlichkeiten zur Unterbringung zur Verfügung stehen würden. Frau Fink-Hooijer stellte daraufhin noch einmal klar, dass die Koordinierungszentren der DG ECHO die zur Verfügung gestellten Ressourcen verteilen würden. Dies seien in der Regel hauptsächlich Dienst- und Sachleistungen, die von den Mitgliedstaaten bereitgestellt wurden. Die betroffenen Mitgliedstaaten würden sich an ein solches Koordinierungszentrum wenden und dasjenige Material anfordern, das benötigt wird. Dies würde die Probleme bereits vor Ort lösen. Frau Fink-Hooijer betonte, dass die humanitäre Hilfe nicht geleistet wird, um die Menschen in Krisenregionen zum Bleiben zu bewegen, sondern um den besonders Schutzbedürftigen Hilfe zu leisten. Vieles, das ein Landkreis leisten muss, wird in den Drittländern durch die humanitäre Hilfe geleistet. Jedoch sei der Zugang innerhalb von Syrien nicht immer gewährleistet, daher findet die Hauptarbeit auch in den angrenzenden Staaten statt. Ziel sei es, dass in diesen Ländern wieder Stabilität eintritt. Man muss daher bereits jetzt einen Schritt weitergehen und neben dem Gewährleisten von Schutz auch dafür Sorge tragen, dass sich die Menschen ein neues Leben aufbauen können. Herr Stephan Mayer erklärte abschliessend, dass seit Beginn der Krise bis zu 50.000 Mitarbeiter der THW ehrenamtlich tätig waren und unter anderem ganze Flüchtlingslager aufgebaut hätten. Man dürfe das große ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger jedoch nicht überfordern. Derzeit sei jede Ebene gefordert, insbesondere jedoch die lokale Ebene. Man müsse die Registrierung schnellstmöglich optimieren und die Flüchtlinge besser integrieren. Der Schengen-Raum sei zwar einer der größten Vorteile der EU, wenn es aber nicht gelingt, diesen ausreichend zu sichern, müsse man den Schengen-Raum auch durchaus in Frage stellen. Es bedarf nun verstärkter Anstrengungen.  
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1. Parlamentarischer Abend der Deutschen Luftverkehrswirtschaft in Brüssel

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3. Brüsseler Raumfahrtabend in der Bayerischen Vertretung

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35. Brüsseler Wirtschaftsgespräch mit Staatsministerin Ilse Aigner und Siemens-Vorstandsvorsitzendem Joe Kaeser – It’s all about data

„From data to business: Digitalisierung als Chance begreifen“ – unter diesem Motto stand das 35. Brüsseler Wirtschaftsgespräch mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und der Siemens AG in der Bayerischen Vertretung. Im Rahmen eines Abendessens am 3. März 2015 konnte Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, neben dem Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG Joe Kaeser, zahlreiche weitere hochrangige Gäste des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und aus der Wirtschaft begrüßen.

Staatsministerin Aigner prognostizierte, dass die digitale Revolution sich in allen Wirtschaftsbereichen durchsetzen und die herkömmlichen Wertschöpfungsketten verändern werde. In Bayern liege deshalb der Fokus auf dem Ausbau von drei Bereichen: Industrie 4.0, vernetzte Mobilität und Sicherheitstechnologie. Ein wichtiger Faktor im Rahmen der Digitalisierung ist laut Aigner außerdem die Gründerkultur. Sie bringe stets gute und schnelle Ideen hervor, weswegen man diese in Bayern besonders fördern wolle. Auch der Ständige Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der EU, Botschafter Reinhard Silberberg, bezeichnete die Digitalisierung als unverzichtbar für Wirtschaft, Behörden und die persönliche Kommunikation. Diesbezüglich befürwortete er die Prioritäten des deutschen EU-Kommissars für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger. Dieser strebe unter anderem den Ausbau der Netzinfrastruktur, die Vollendung des digitalen Binnenmarktes sowie besseren Datenschutz und Datensicherheit an. Botschafter Silberberg betonte, der große und attraktive Markt aus 500 Millionen EU-Bürgern müsse seine Gestaltungsmacht (wieder) nutzen.

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, erklärte in seinem Vortrag, Digitalisierung und Industrie 4.0 würden neue Paradigmen mit sich bringen, die ganze Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten veränderten, und somit viele Lebensbereiche beeinflussen würden. Die traditionellen Grenzen zwischen den Wirtschaftssektoren verschwänden. Viele große Unternehmen hätten dies bereits erkannt und konzipierten neue Geschäftsbereiche, wie etwa Google fahrerlose Autos oder Amazon die Produktlieferung per Drohnen. Heutzutage generiere man innerhalb eines Tages eine riesige Menge an Daten, die immer weiter steigen werde. „Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts“, so Joe Kaeser. Nun müsse sich jeder fragen, wie er den Bogen von den Daten zum Geschäft spanne: „From data to business“. Doch für die digitale Revolution fehlten noch die nötigen Rahmenbedingungen aus der Politik, wozu laut Kaeser ein einheitlicher digitaler Binnenmarkt, die Aufstellung von globalen Standards für Industrie 4.0, „Verkehrsregeln“ für Daten im Internet wie z.B. Netzneutralität, Cybersecurity und die Weiterentwicklung von zeitgemäßen Datenschutzregeln gehörten.

Kaeser begreift die Digitalisierung als Chance, um den Wohlstand in Europa zu steigern. Damit Europa und Deutschland diese Chance aktiv gestalten könnten, müssten sie nicht nur für Veränderungen, sondern auch für einen Kulturwandel bereit sein. Dies betreffe z.B. Bereiche, wie die berufliche Bildung. Dort führe die Digitalisierung zu einem massiven Bedarf an Re-Qualifizierung, da viele Berufsbilder, wie etwa das des Mechanikers, im Wandel begriffen seien. Erfolgschancen habe nur noch der Arbeiter, der sich auf die digitale Veränderung einstellen könne. Aufgrund der Veränderungen in der Wertschöpfungskette müsse jeder Einzelne darauf achten, nicht auf den letzten Platz verwiesen zu werden. Diese Entwicklung habe man z.B. deutlich bei dem Unternehmen Uber beobachten können. Schnelligkeit und Konnektivität seien entscheidend für den Siegeszug des Unternehmens gewesen, Taxiunternehmen fühlen sich in vielen Ländern bereits in ihrer Existenz bedroht. Nach Joe Kaeser brauche man stets den Zugriff auf Daten, um weiterhin zu den Gewinnern gehören. Denn genau darum gehe es im Internet – „It’s all about data“.

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5. Deutsche Welle Medien-Abend „Russisches Roulette? Die Rolle der Medien im neuen Ost-West-Konflikt“

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Abendveranstaltung der Reihe „Think Digital!“ zu Smart Cities in Europa

Svetoslav Mihaylov, COM im Gespräch mit dem Moderator Paul MacDonnell ©Hamadi ZnaidiAm 06.03.2017 hat die Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Siemens, Google und dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) zum Thema „Smart Cities in Europe – a safer, more sustainable and comfortable life in a digital city of the future“ der neuen Veranstaltungsreihe „Think Digital!“ geladen. Die Veranstaltung mit rund 200 Gästen und Fachexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung führte die Ergebnisse zweier vorangegangener Workshops zu „Smart buildings“ und „Smart mobility“ zusammen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, inwieweit moderne Konzepte zur Energieeinsparung und die Digitalisierung des Verkehrs zur nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen können. Hierzu stellte die Politikberaterin des kommunalen Netzwerks EUROCITIES Federica Bordelot in einem Impulsvortrag die Grundlagen einer Smart City am Beispiel mehrerer europäischer Städte vor. Danach berichtete Stadtbaurätin Prof. Dr. Elisabeth Merk, wie die Landeshauptstadt München das Konzept im Projekt „Smarter together“ aktiv umsetzt. Durch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren sollen in einem Stadtteillabor innovative Ideen zur Gebäudesanierung, geothermischen Energiegewinnung, Nachbarschaftshilfe und intelligenten Straßenbeleuchtung modellhaft umgesetzt werden.

An der anschließenden Podiumsdiskussion zu den Chancen und Herausforderungen bei der Entwicklung von Smart Cities nahmen neben den beiden Impulsrednerinnen auch die Europaabgeordnete Eva Maydell und von der Europäischen Kommission Svetoslav Mihaylov sowie die Direktorin für Stadtentwicklung und Smart Cities bei Siemens Julie Alexander und der Vizepräsident von EMEA Telensa David Brown teil. Die Diskussion wurde vom Vorsitzenden der Global Digital Foundation Paul MacDonnell moderiert.

Europaabgeordnete Eva Maydell wies auf die besondere Bedeutung junger Menschen bei der Umsetzung digitaler Lösungen für Smart Cities hin. Svetoslav Mihaylov betonte, dass die Kommission regionale Partnerschaften und kommunale Initiativen bei der Entwicklung von Smart Cities aktiv unterstütze. Stadtbaurätin Prof. Dr. Merk unterstrich, dass zu strikte Regeln die Erprobung von innovativen Konzepten behindern könne und ein ganzheitlicher Ansatz bei der Realisierung einer Smart City erforderlich sei. Federica Bordelot forderte, auch künftig die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren zu fördern. Technologische Lösungen seien danach kein Selbstzweck, sondern müssen der Verbesserung der Lebensqualität in Städten dienen und sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientieren. Julie Alexander plädierte für einen aufgeschlossenen Blick in die Zukunft. Es führe kein Weg an der Digitalisierung der Städte vorbei.

Die kommenden Veranstaltungen der Reihe „Think Digital!“ werden am 28.06. und 08.11.2017 in der Bayerischen Vertretung stattfinden.

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Abendveranstaltung zu „Natura 2000 – Erfolgsgeschichte EU-Naturschutzrichtlinien“ mit Staatsministerin Ulrike Scharf

 

Natura 2000 – Erfolgsgeschichte EU-Naturschutzrichtlinien © FKPHAm 26.04.2016 fand in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU auf Einladung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) und des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) eine Veranstaltung zum Thema „Natura 2000 – Erfolgsgeschichte EU-Naturschutzrichtlinien“ statt. Nach der Begrüßung und Einleitung durch die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf, den Vorsitzenden des LBV Dr. Norbert Schäffer und den Schatzmeister des BJV Dr. Wolfgang Schiefer hielt Dr. Nicola Rotaro, Head of Unit des Referats Nature der GD Umwelt ein Impulsreferat und stellte die laufenden und geplanten Aktivitäten der Kommission zum REFIT-Prozess der Naturschutzrichtlinien vor. Dr. Andreas von Lindeiner vom LBV und Eric Imm vom BJV stellten Best-Practice Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung von Natura 2000 vor: Gebietsbetreuung am Beispiel der Langen Rhön und Artenhilfsprogramme für Wiesenweihe und Ortolan. Es folgte eine Podiumsdiskussion zwischen Markus Ferber, MdEP, Norbert Lins, MdEP, Filippo Segato, FACE, Ariel Brunner, BirdLife, Dr. Norbert Schäffer, LBV und Eric Imm, BJV. Als Moderator führte der Journalist Hajo Friedrich durch die Veranstaltung.

 
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Armutseinwanderung oder Recht auf Freizügigkeit? Europas Binnenmobilität auf dem Prüfstand

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