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Pressemitteilungen

Scharf: Nationalpark-Suche ausgeweitet – Frankenwald wird vierte Region für möglichen Nationalpark

18. Mai 2017

Der Frankenwald wird auf Wunsch aus der Region in die laufende Suche nach einem dritten Nationalpark in Bayern einbezogen. Das teilte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute in München mit: "Ich freue mich über dieses positive Signal aus der Region. Der Frankenwald soll in die Suche nach einem Standort für einen dritten Nationalpark in Bayern aufgenommen werden. Mein Dank gilt den politisch Verantwortlichen vor Ort, allen voran dem Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner. Dieses Engagement im Frankenwald hat den Weg für weitere Schritte bereitet. Ein Nationalpark wäre eine große Chance für die Region. Ich werde möglichst bald in den Frankenwald kommen, um das Premiumangebot Nationalpark persönlich vorzustellen." MdL Jürgen Baumgärtner betonte: "Die Region im Frankenwald hat im Kern vier ausgeprägte Kompetenzen: eine wunderschöne und wertvolle Natur, eine äußerst innovative Industrie, starke mittelständische Unternehmen sowie engagierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Für mich war es wichtig, das Angebot des Ministerpräsidenten Horst Seehofer, den Frankenwald in die Suche nach einem dritten Nationalpark aufzunehmen, anzunehmen und auszuloten, welche Chance ein Nationalpark für die Region sein kann." Eine mögliche Nationalparkkulisse Frankenwald wäre Teil des Naturraums "Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge" und würde grenznah zu Thüringen liegen.

Das Gebiet Frankenwald ist naturschutzfachlich charakterisiert durch störungsarme und wenig zerschnittene große Waldgebiete. Naturschutzgebiete, Naturwaldreservate und Teile eines FFH-Gebiets kommen im Gebiet vor. Der Frankenwald zeichnet sich durch ein bundesweit herausragendes Schwarzstorch-Vorkommen aus. Ein Nationalpark Frankenwald wäre ein Entwicklungsnationalpark. Das grenznahe Nationalparkgebiet wäre an das bundesweite Biotopverbundsystem Grünes Band angebunden. Um die weiteren Schritte im Frankenwald zu besprechen, wurde vereinbart, dass möglichst bald ein Termin mit Umweltministerin Ulrike Scharf im Frankenwald stattfinden soll.

Nationalparke haben eine Wirkung weit über den Naturschutz hinaus. Scharf: "Nationalparke sind ein Motor für den regionalen Tourismus. Umfragen zeigen klar: Die Menschen wollen unberührte Natur. Sie wollen Wildnis erleben. Wir wollen einen dritten Nationalpark, weil wir für unsere Heimat nicht nur Lebenschancen schaffen möchten, sondern auch Lebensqualität. Ein Nationalpark ist für die Menschen da. Deshalb werden wir ihn gemeinsam entwickeln und für die Region maßanfertigen." Die beiden bestehenden Nationalparke in Bayern in Berchtesgaden und dem Bayerischen Wald ziehen pro Jahr knapp 3 Millionen Gäste an. Die Wertschöpfung geht inzwischen auf jährlich 70 Millionen Euro zu – Geld das in den Regionen bleibt. Außerdem entstehen wertvolle Arbeitsplätze in der Region und in den Nationalparken selbst: Allein in den Nationalparken Bayerischer Wald rund 200 und in Berchtesgaden rund 90.

Für einen Nationalpark sind entsprechend der gesetzlichen Vorgaben mindestens 10.000 Hektar Fläche erforderlich. Wo genau im grenznahen Gebiet Frankenwald ein Nationalpark entstehen könnte, wird nun gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen vor Ort erarbeitet.

Die Einbeziehung des Frankenwalds in die Nationalpark-Suche hat keine Auswirkungen auf den laufenden Dialog mit den anderen Regionen.

Weitere Informationen rund um das Thema Nationalparke unter www.np3.bayern.de

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers