Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse- Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Hinweis schliessen
 

Metanavigation - Service-Menue

Suche

A   A   A
Kommissionen

Aufgaben und Ziele

Angesichts neuerer Erkenntnisse in der Bio- und Gentechnologie und deren Anwendungspotential in der modernen Medizin hatte die Bayerische Staatsregierung im März 2001 beschlossen, eine unabhängige Bioethik-Kommission einzurichten. Die Laufzeit der Kommission war zunächst auf die 15. Legislaturperiode beschränkt worden, in den nachfolgenden Legislaturperioden ist die Kommission dann jeweils erneut eingesetzt worden.

Hintergrund

Die Einrichtung der Bioethik-Kommission geht auf einen Vorschlag der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Frau Ina Stein, aus dem Jahr 2000 zurück. Im Mai 2001 wurden die Mitglieder der Bioethik-Kommission vom Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern berufen. Die Bioethik-Kommission hat sich im Juli 2001 konstituiert und im November 2001 ihre inhaltliche Arbeit aufgenommen. Aufgabe der Bioethik-Kommission ist die unabhängige fachliche Beratung der Bayerischen Staatsregierung in ethischen Fragen der Biopolitik. Ein zentraler Schwerpunkt der Politik in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird der Umgang mit den Biowissenschaften, insbesondere der modernen Medizin und der Gentechnik sein. Aufgrund der rasanten Entwicklung auf diesen Gebieten wird die Politik verstärkt mit Problemstellungen konfrontiert, deren politische, fachliche, ethische und juristische Bewertung vertieftes Fachwissen voraussetzt. Übergeordnetes Ziel der Bioethik-Kommission ist der institutionalisierte Dialog von Gesellschaft und Fachkompetenz, um ethisch verantwortbare Entscheidungen im Umgang mit den neuen Technologien vorzubereiten. Neben den Forschungsergebnissen und Anwendungen der Bio- und Gentechnologie in der Medizin (Embryonenforschung, therapeutisches Klonen, PID, somatische Gentherapie, Keimbandtherapie) gehören hierzu auch Fragen der modernen Fortpflanzungsmedizin (PND, Eizellenspende, Leihmutterschaft) sowie sonstige Grenzbereiche am Ende des Lebens (z.B. aktive Sterbehilfe). Die Tätigkeit der Bioethik-Kommission endete ursprünglich mit dem Ablauf der 15. Legislaturperiode des Bayerischen Landtags. Mit Beschluss vom 19. Mai 2009 sprach sich der Ministerrat für eine Fortsetzung der Tätigkeit der Bioethik-Kommission in der 16. Legislaturperiode aus. Am 4. Februar 2014 hat der Ministerrat die Bioethik-Kommission auch für die 17. Legislaturperiode eingesetzt. Der Kommission gehören 16 renommierte Experten der Fachdisziplinen Medizin, Biologie, Theologie, Philosophie und Rechtswissenschaften sowie eines Behindertenverbandes, der Wohlfahrtspflege, der katholischen und der evangelischen Kirche und der israelitischen Kultusgemeinde an. Vorsitzende der Bioethik-Kommission ist Frau Prof. Dr. Kiechle. Sie ist Professorin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und leitet die Frauenklinik und Poliklinik der TU München (Rechts der Isar).