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Dialog unter der Kuppel

Lernen aus der Krise

Die Kernthesen der Experten:

Matthias Horxvergrößern

Zukunftsforscher Matthias Horx:

“Die Krise war ein drastischer Hinweis darauf, dass viele der Kernbranchen (Autos, Banken, etc.) schon lange keine wirklich innovativen Wertschöpfungsmodelle mehr haben. Krisen wirken in diesem Sinne “offenbarend”, sie decken Schwächen auf, die schon länger vorhanden waren.”

“Wir gehen in einen “Kreativen Kapitalismus”, der von mehr Eigeninitiative, zivilgesellschaftlichem Engagement und intelligenteren sozialen Steuerungselementen geprägt sein wird. Umverteilung allein reicht nicht mehr. Das wichtigste Tool für die Zukunft wird ein aufwärtsmobiles Bildungssystem sein.”

Dr. Daniel Dettlingvergrößern

Dr. Daniel Dettling:

“Die Krise ist im Kern eine Verantwortungskrise. Eine Wirtschaft und Politik “auf Pump” fördert Gier und missachtet das Prinzip der Generationengerechtigkeit. Nötig ist auf internationaler Ebene eine stärkere Regulierung und gesellschaftliche Inpflichtnahme des Finanz- und Bankensektors und auf nationaler Ebene ein neuer Gesellschaftsvertrag, der die Abschottung der Eliten und die Abwendung der Verlierer stoppt.”

“Es reicht nicht mehr, gegen etwas zu sein. Mit „Schwarz-Gelb verhindern” sind SPD, Linkspartei und Grüne in den Wahlkampf gezogen. Gegen Lohndumping, Atomenergie und „soziale Kälte”. Dabei ist die sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Grüne Technologien und moderne Industriepolitik sind kein Widerspruch mehr.”

“It’s the creativity, stupid! Es sind die zwischen 1965 und 1980 geborenen Deutschen, die heute und in Zukunft das neue Bürgertum stellen. Sie sind vom Lebensgefühl konservativ, aber nicht im Sinne der Union. Und sie sind progressiv, aber nicht im Sinne von SPD und Linkspartei. „Konservativ” und „links” sind zu leeren Begriffen geworden, die die gesellschaftliche Wirklichkeit nicht mehr widerspiegeln.”

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Prof. Dr. Patrizia Nanz:

“Die Wahlbeteiligung sinkt, Volksparteien schrumpfen, das Vertrauen in die Politik ist in der Krise. Bürger sind aber durchaus politisch interessiert und vielfach engagiert. Aber was macht der Staat mit diesem Engagement?”

“Demokratie ist mehr denn je angewiesen auf verantwortungsbewusste Bürger, die sich über die langfristigen Ziele der Politik verständigen und miteinander die Zukunft gestalten. Dafür brauchen wir eine Erneuerung der staatlichen und bürgerschaftlichen Strukturen.”

“Es geht um die Erhaltung und Rückgewinnung politischer Handlungsspielräume und des Gestaltungsanspruchs von Politik.”

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Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Sinn:

“Das Bankensystem ist durch die Finanzkrise angeschlagen und außerstande, den deutschen Unternehmen die für den Aufschwung benötigten Kredite zu günstigen Konditionen zur Verfügung zu stellen.”

“Die Bundesregierung muss dringend Strategien zur Rekapitalisierung der Banken entwickeln, ohne dabei Geld zu verschenken.”

 

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Bildnachweise:
Für Matthias Horx: Klaus Vyhnalek, für Daniel Dettling: Daniel Dettling, für Patrizia Nanz: The European Institute for Public Participation, für Hans-Werner Sinn: ifo Institut.