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Bayerische Tore zur Freiheit

Szene am Grenzübergang Suben bei Passau © Stadtarchiv Passau vergrößern

Über Ungarn nach Passau
Ungarn öffnet als erstes Land des damals so genannten Ostblocks vollständig seine Grenzen nach Westen. In den Morgenstunden des 11. September 1989 kommen über Österreich und Passau-Suben die ersten DDR-Flüchtlinge aus Ungarn in Passau an. Tränen und Jubel sind Ausdruck ungeheurer Erleichterung, endlich frei zu sein. „Wir wollten nicht länger eingemauert sein. Nie wieder Gefängnis DDR”, begründen viele ihren mutigen Schritt.

Erste Stärkung nach der Ausreisevergrößern

Eine große Welle der Hilfsbereitschaft geht durch das Land. Rund 4.000 ehrenamtliche Helfer sind in diesen Septembertagen fast rund um die Uhr im Einsatz in den ersten Anlaufstellen in Passau, Haselbach bei Tiefenbach, Vilshofen oder Hengersberg: bauen Zeltstädte, kochen in den Feldküchen, verteilen Kleidung und Schuhe, geben Begrüßungsgeld und Benzingutscheine aus. Von hier werden die über 10.000 Übersiedler im September ins ganze Land verteilt.

Über Prag nach Hof

1. Oktober 1989: Der erste Zug mit den "Prager Botschaftsflüchtlingen" passiert gegen 06.00 Uhr die Grenze bei Gutenfürst.vergrößern

Am 30. September 1989 verkündet der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, dass die Menschen aus den Botschaften in Prag und Warschau ausreisen dürfen. Sechs überfüllte Sonderzüge verlassen noch in der Nacht Prag. Sie müssen über DDR-Gebiet in den Westen fahren. Die DDR riegelt die Strecken ab. Am 1. Oktober 1989 kommt der erste Zug in Hof an.

Nach Öffnung der Grenzen kommen zwischen 30.000 und 70.000 Menschen täglich mit dem Auto nach Hof nach oft halbtägiger Fahrt oder stundenlanger Wartezeit. Bis zu 30.000 Menschen sind es zusätzlich, die mit Zügen ausreisen.

Über die CSSR nach Bayern
Am 4. November 1989 gestattet die DDR die direkte Ausreise der in die CSSR Geflüchteten. Sie müssen nicht mehr über DDR-Gebiet ausreisen. Allein bis zum 8. November 1989 fliehen fast 45.000 Menschen insbesondere über die Grenzübergänge Schirnding und Waidhaus. In Amberg und anderen bayerischen Orten werden Notaufnahmelager eingerichtet.
RIAS-Bericht über die Flüchtlingsbewegungen am 4./5. November 1989




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1. Oktober 1989: Der erste Zug mit den "Prager Botschaftsflüchtlingen" passiert gegen 06.00 Uhr die Grenze bei Gutenfürst .© Museum Mödlareuth, Aufnahme Renate Granz

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Wege in die Freiheit

Impressionen zur Ankunft von Menschen aus der DDR in Bayern
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    1. Oktober 1989: Der erste Zug mit den "Prager Botschaftsflüchtlingen" passiert gegen 06.00 Uhr die Grenze bei Gutenfürst .© Museum Mödlareuth, Aufnahme Renate Granz
    1. Oktober 1989: Der erste Zug mit den "Prager Botschaftsflüchtlingen" passiert gegen 06.00 Uhr die Grenze bei Gutenfürst .© Museum Mödlareuth, Aufnahme Renate Granz
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    Nach der Ankunft am Passauer Hauptbahnhof © Stadtarchiv Passau
    Nach der Ankunft am Passauer Hauptbahnhof © Stadtarchiv Passau
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    Erste Stärkung nach der Ausreise © Stadtarchiv Passau
    Erste Stärkung nach der Ausreise © Stadtarchiv Passau
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    Szene am Grenzübergang Suben bei Passau © Stadtarchiv Passau
    Szene am Grenzübergang Suben bei Passau © Stadtarchiv Passau
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    Willkommen in Vilshofen © Stadtarchiv Passau
    Willkommen in Vilshofen © Stadtarchiv Passau
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    Auffanglager Vilshofen © Stadtarchiv Passau
    Auffanglager Vilshofen © Stadtarchiv Passau
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    Auffanglager Vilshofen © Stadtarchiv Passau
    Auffanglager Vilshofen © Stadtarchiv Passau
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    Warten auf die Ausreise © Stadtarchiv Passau
    Warten auf die Ausreise © Stadtarchiv Passau
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    Fahrzeugkolonnen an der GÜSt Hirschberg/Rudolphstein 10. November 1989 © Museum Mödlareuth, Aufnahme Arndt R. Schaffner
    Fahrzeugkolonnen an der GÜSt Hirschberg/Rudolphstein 10. November 1989 © Museum Mödlareuth, Aufnahme Arndt R. Schaffner
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