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Freistaat. Natur. © Jumo - Fotolia

Das neue Museum der Bayerischen Geschichte – Ein Haus der Zukunft für die Geschichte der Gegenwart

Das Museum der Bayerischen Geschichte wird am Donaumarkt in Regensburg gebaut und soll 2018 eröffnet werden. Der Entwurf für den Bau stammt vom Frankfurter Architekturbüro wörner traxler richter. Das Modell und die digitalen Szenerien vermitteln heute schon einen Eindruck, wie das Museum in der UNESCO-Welterbestadt Regensburg aussehen wird. © wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh, Frankfurt am Mainvergrößern

In seiner Regierungserklärung vom 10. Dezember 2008 hat Ministerpräsident Horst Seehofer die Errichtung eines Museums der Bayerischen Geschichte angekündigt. Der Ministerrat hat das Haus der Bayerischen Geschichte beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten. Und so schaut es aus:

Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht – darum geht es in der Dauerausstellung des Museums, die den Weg Bayerns zum modernen Staat nachzeichnet. Beherbergt wird sie von einem Museum auf modernstem technischen Stand, zugleich neues Tor zur Welterbestadt Regensburg. Zum Einstieg zeigt ein 360-Grad-Panorama die „bayerische“ Geschichte von 100 bis 1800 von Regensburg aus und erschließt die älteren Monumente der Stadt in bayerisch-ironischer Erzählung.

Geschichte weiß-blau – von 1800 bis heute

Die Dauerausstellung knüpft an das Panorama an und bietet ein Geschichtstheater mit 30 Bühnen und acht Kulturkabinetten. Erzählt werden prägende Episoden aus der bayerischen Geschichte: von der Königskrone, die gewissermaßen von Napoleon erheiratet wurde, dem mysteriösen Tod Ludwigs II., was Radfahrer mit dem König zu tun haben, wie Bayern in Chicago erstmals traditionell und modern zugleich auftrat, wie München zur „Hauptstadt der Bewegung“ wurde, wie Vertriebene in Franken Popmusik ermöglichten, wie Gastarbeiter Bayern veränderten, Olympia große Show bot und wie ein Ballon aus der DDR in Naila landete und für Furore in Hollywood sorgte.

Typisch bayerisch

Mit den Bayern wurde und wird viel verbunden – von den Dialekten, den großen Festen, der Bauwut, dem heiligen Theater bis zur großartigen Natur. Wir zeigen die Klischees und schauen dahinter. Wie bedroht ist das Idyll, wie katholisch sind die Bayern wirklich, wie schaut das typische bayerische Bauwerk aus?

Bei all diesen Geschichten stehen die Menschen im Mittelpunkt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gaben etwa 1.500 persönliche Erinnerungsstücke an das Museum. Damit erzählen wir neben den „großen“ Geschichten auch die vielen „kleinen“ der Bayerinnen und Bayern.

Bavariathek: Online-Portal und virtuelle Werkbank

Die Bavariathek macht das Museum fit für die multimediale Zukunft. Die historischen Bestände, vor allem das große Bildarchiv des HdBG, werden digitalisiert, in ein Medienarchiv aufgenommen und über ein eigenes Online-Portal öffentlich zugänglich gemacht. Dieses wird insbesondere Schülerinnen und Schülern, aber auch allen anderen historisch Interessierten, zu Recherche- und Dokumentationszwecken zur Verfügung stehen.

Die Bavariathek ist nicht nur virtuell, sondern auch in Regensburg verortet: Neben dem Museum entstehen am Donaumarkt Medienräume mit technischer Ausstattung, die ab 2020 als Schulungszentrum dienen. Dort können Schulklassen ihr geschichtli­ches Wissen vertiefen und zugleich ihre Medienkompetenz ausbauen. Im Mittelpunkt stehen der kritische Umgang mit dem Internet, das Dokumentieren und Interpretieren historischer Quellen sowie das Erstellen eigener Medienerzeugnisse: Mit den Ergebnissen von Projektarbeiten können Schülerinnen und Schüler zum Beispiel virtuelle Ausstellungen produzieren oder eigene Apps, Filme und Podcasts veröffentlichen.