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Pressemitteilungen

5. Bayerischer Eisenbahnempfang in Nürnberg

19. Dezember 2018

  • Reichhart fordert Doppelstrategie aus Digitalisierung und Modernisierung
  • Bayernweiter Bahntag für 6. April 2019 angekündigt
  • Erstmalige Verleihung des Bayerischen Eisenbahnpreises an Agilis und einen Triebfahrzeugführer der Bayerischen Regiobahn

„Auf der Schiene ist derzeit noch viel Luft nach oben!“ So hat Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart beim traditionellen Bayerischen Eisenbahnempfang in Nürnberg seine erste Einschätzung der Situation bei der Bahn zusammengefasst. Verbesserungspotenzial sieht er dabei auch im Freistaat, wo es das umfangreichste Streckennetz in Deutschland gibt. „Ein ‚Weiter so‘ kann es nicht geben. Die Bahn steht in der Pflicht, attraktive Zugverbindungen verlässlich zu ermöglichen. Der Schienenverkehr im Bahnland Bayern kann nur so gut sein wie die Infrastruktur, auf der die Züge fahren. Bund und Bahn müssen den massiven Investitionsstau besser in den Griff bekommen – nicht nur mit mehr Geld, sondern mit intelligenten Ansätzen in alle Richtungen. Das brauchen wir, um nachhaltig wieder mehr Pünktlichkeit und noch höhere Qualität im Bahnangebot zu bekommen“, so der Minister.

„Erfolge wie die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen München und Berlin zeigen, dass Großes möglich ist. Aber sie dürfen nicht den Blick darauf versperren, dass gerade in der Fläche mehr passieren muss“, betonte Reichhart. Da 2019 auf Bundesebene wichtige Weichen in der Infrastrukturfinanzierung gestellt werden, fordert der bayerische Verkehrsminister eine Doppelstrategie: Zum einen sollen die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden, um die Bahn in ein neues Zeitalter zu führen. Zum anderen soll in der Fläche alte Bausubstanz umgehend modernisiert werden, um mehr Sicherheit und Stabilität beim Bahnfahren zu bekommen.

Die Züge im Regional- und S-Bahnverkehr werden heuer im Freistaat voraussichtlich eine Pünktlichkeit von gut 92 Prozent aufweisen. Infrastrukturmängel, Baustellendichte und Personalknappheit haben zum zweiten Mal in Folge zu einem Rückgang der Pünktlichkeit in der Jahresbetrachtung geführt. Reichhart fordert die Bahn auf, diesen Trend schon im nächsten Jahr umzukehren und die Quote pünktlicher Züge im Nahverkehr mittelfristig auf 95 Prozent anzuheben. Zudem will Reichhart einen bayernweiten Bahntag am 6. April 2019 für das Image des bayerischen Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) ins Leben rufen und um mehr Auszubildende und Quereinsteiger für die Branche werben.

Im Rahmen des Bayerischen Eisenbahnempfangs, der zum fünften Mal stattfand, wurde erstmals auch der Bayerische Eisenbahnpreis verliehen. Das Regensburger Eisenbahnverkehrsunternehmen Agilis erhielt hierzu die sogenannte „Adler-Medaille“ mit dem Motiv der ersten personenbefördernden Lokomotive in Deutschland  aus den Händen von Reichhart und BEG-Geschäftsführer Thomas Prechtl für besondere Qualität im bayerischen Bahnverkehr. Reichhart und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zeichneten zusätzlich mit Michael Magerl jenen Triebfahrzeugführer der Bayerischen Regiobahn mit einem Sonderpreis aus, der im Februar diesen Jahres im oberbayerischen Bahnhof Utting einen möglicherweise folgenschweren Zugunfall mit vielen Schülerinnen und Schülern verhindert hatte.  „Lokführer Michael Magerl hat genau richtig reagiert und rechtzeitig eine Notbremsung ausgelöst“, hob der bayerische Innenminister in seiner Laudatio hervor. Dadurch konnte er nach Herrmanns Worten gerade noch rechtzeitig den Zusammenstoß mit einem anderen Zug verhindern, der aufgrund einer falschen Weichenstellung auf dem gleichen Gleis stand. „Mit Ihrer geistesgegenwärtigen Reaktion sind Sie einer der besonders verdienten Menschen im Freistaat“, lobte Herrmann. Zudem verabschiedete Reichhart den Sprecher der BEG-Geschäftsführung, Johann Niggl, der nach fünfjähriger BEG-Leitung kürzlich in die bayerische Ministerialverwaltung zurückgekehrt und nun im Energiebereich tätig ist.

Der Eisenbahnempfang findet seit 2014 jährlich im Dezember statt in Erinnerung an die Jungfernfahrt des „Adlers“: Am 7. Dezember 1835 fuhr zwischen Nürnberg und Fürth die erste Eisenbahn Deutschlands mit der Lok namens ‚Adler‘ an der Spitze. Der Empfang gibt jährlich einen Rückblick und Ausblick auf die Eisenbahnentwicklung. Anlass gibt es genug: Das Bahnland Bayern hat deutschlandweit mit mehr als 6.000 Kilometern und über 1.000 Bahnstationen das umfangreichste Schienennetz, mit dem Münchner Hauptbahnhof den am stärksten frequentierten Bahnhof und mit der Münchner S-Bahn-Stammstrecke die meistbefahrenste Strecke. Zudem ist der Freistaat mit mehr als 330.000 Zugkilometern täglich im Schienenpersonennahverkehr der größte Auftraggeber im Bahnbetrieb.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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